Wie Teams von Bands profitieren: Rhythmus, Sound und Atmosphäre

Erfolgreiche Bands auf der Bühne begeistern das Publikum. Auch nach dem Auftritt bleibt die Musik und die Stimmung auf dem Heimweg hängen.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen 5 konkrete Übungen aus Bandworkshops und deren Übertragbarkeit für Projektmanager, Führungskräfte und Teams in Unternehmen und Konzernen vorstellen. Die Intention der Übungen ist eine Verbesserung der Teamzusammenarbeit. Eine optimierte Teamatmosphäre hat das Ziel positive Auswirkungen und Begeisterung bei Ihren Kunden zu erreichen.

  1. Mehr Rhythmus durch zuhören
  2. Mehr Rhythmus durch die Stille am Anfang
  3. Eine bessere Atmosphäre durch eine klar kommunizierte Struktur als Basis für die Improvisation
  4. Eine bessere Atmosphäre – die klare Intention – was soll beim Zuhörer ankommen
  5. Der wirkungsvolle Sound – aushalten der Blue Note – der lösungsorientierte Umgang mit Konflikten

1. Mehr Rhythmus durch zuhören

Die Bandübung: Mitten in einer Probe, alle spielen auf sich selber fokussiert ohne auf die anderen zu achten. Der Bandcoach unterbricht und fordert auf, bewusst auf die anderen Bandmusiker zu hören. Ziel hierbei ist es, dass der Bandcoach jederzeit unterbrechen kann und jeder Musiker die gerade gespielte Melodie, den Akkord oder den Rhythmus jedes anderen nach summt oder spielt, sei es der Bassist, der Schlagzeuger, der Sänger, der Pianist oder der Saxophonist. Erneut losgelegt ist die Veränderung spürbar und hörbar durch einen mit Rhythmus und Klang gefüllten Raum. Alleine durch das achtsame Zuhören neben dem Fokus auf das eigene Instrument ist ein Band Groove deutlich erlebbar.

Die Teamübung: Der Moderator fordert mit der oben genannten Bandübung die Teilnehmer in seinem nächsten Meeting zum achtsamen Zuhören auf. Das Ziel dieser Übung besteht darin, das alle Teilnehmen zu jedem Zeitpunkt in der Lage sind, die Rede des Vorredners wiederholen zu können. Der Moderator unterbricht das Meeting und fordert einige der Teilnehmer auf das gerade Gehörte zu wiederholen. Die Wirkung dieser Übung dient der erhöhten Aufmerksamkeit, einer verbesserten Kommunikation sowie einer effektiven Zusammenarbeit.

2. Mehr Rhythmus durch die Stille am Anfang

Die Bandübung: Bei einer anderen Übung geht es darum, vor dem nächsten Song bewusst still zu sein. Der Effekt nach der Stille besteht in einer geschärften Achtsamkeit auf die anderen Bandmusiker und eines wahrnehmbaren, verbesserten, synchronen Rhythmus vom ersten bis zum letzten Takt.

Die Teamübung: Diese kurze Übung von circa 2 Minuten ist für den Beginn von Projektmeetings leicht übertragbar. Der Start besteht aus den einleitenden Fragen, was jedem Teilnehmer für dieses Meeting wichtig ist und was er für das Meetingziel konkret beitragen will. Darauf folgt eine bewusst eingehaltene Stille. Diese Augenblicke mit dem Fokus auf die Meetingergebnisse dienen der Stärkung der effektiven, lösungsorientierten Kommunikation während des Meetings.

3. Eine bessere Atmosphäre durch eine klar kommunizierte Struktur

Die Bandübung: Zur Entwicklung jedes Songs gehört die Festlegung auf eine reproduzierbare Struktur. Es geht um die Aufteilung der Strophen, des Refrains und der Bridge. Wer, wann, wie lange und über welchen Part seine Soli hat, ob es wechselnde Soli mit dem Schlagzeuger gibt und über welche Anzahl von Takten. Wenn der Rahmen klar festgelegt ist, gibt das den Bandsolisten die Basis für den Freiraum der Improvisation. Je stärker die Rhythmusinstrumente übereinstimmen, desto leichter fällt dem Melodieinstrument die Improvisation und desto mehr Begeisterung kommt beim Publikum an.

Die Teamübung: Die synchrone Strukturübung für Teams ist eine vorab kommunizierte, klar strukturierte Agenda für Meetings und Workshops, inklusive eines Zeit- und Redner Plans. Die Struktur besteht optimalerweise aus einer Einleitung mit der Kommunikation, der Intention des Treffens und Vorstellung der Agenda. Danach folgt der Hauptteil, bestehend aus den Themen, die in der Runde entschieden, gelöst oder wesentliche Schritte zum Ziel voran gebracht werden sollen und den dazugehörigen Fachinformationen und den Redner Beiträgen. Die Abschlussrunde besteht aus einer Zusammenfassung und dem Rückblick auf die Intention des Meetings. Im Rückblick betrachtet der Moderator ob die Intention und Ziele erreicht wurden und ob die nächsten Schritte klar sind. Zuletzt folgt eine FeedForward Runde zur kontinuierlichen Verbesserung der Zusammenarbeit. Diese besteht aus dem Austausch von dem, was jeder konkret aus dem Meeting mitnimmt sowie aus den Vorschlägen zur Verbesserung zukünftiger Meetings. Diese Übung stärkt die effektive Nutzung von Zeit und Ressourcen der Meetings und Workshops.

4. Eine bessere Atmosphäre – die klare Intention

Die Bandübung: Bei den Soli, der Improvisation spielt der gemeinsame Rhythmus eine Rolle, das Zuhören, die volle Aufmerksamkeit der Band auf den Solisten. Der Solist profitiert von der Erfahrung mit seinem Instrument und davon, das er sich seiner Intention im klaren ist, das er weiß was er beim Zuhörer rüber bringen möchte.

Zur Vorbereitung der Bandproben und des Auftritts hilft zur musikalischen Weiterentwicklung das Anhören und Analysieren von Aufnahmen und die Umsetzung konkreter, wertvoller Rückmeldungen aus dem Publikum. Es geht beim Einbinden von Feedback darum, die Improvisation in Zukunft noch klarer zu gestalten mit dem Ziel bei den Zuhörern Begeisterung hervorzurufen.

Ein weiterer Schritt der Vorbereitung ist es andere Musiker und Vorbilder anzuhören zu schauen was konkret begeistert um dann im nächsten Schritt diese Beobachtungen in das eigene Soli und passend zur eigenen Stil einfließen zu lassen. Die Kombination aus Beobachtung und Ausprobieren unterstützt die kontinuierliche Weiterentwicklung des eigenen Improvisationsstiles.

Die Teamübung: Die Zeit der Vorbereitung von Meetings und Workshops zur Klärung der Intention zahlt sich erfahrungsgemäß aus.

Zur Intention Übung braucht man circa 5 Minuten in einem ungestörten Umfeld. Es gilt darum im ersten Schritt Antworten auf die folgenden Fragen zu notieren: Was ist Ihnen für Ihr nächstes Meeting, Ihre nächste Präsentation am wichtigsten? Wie passt das in den Rahmen der langfristigen Unternehmensstrategien, den Jahres und Quartalszielen sowie zu den bestehenden Prioritäten? Was genau soll am Ende Ihres Workshops, Ihrer Rede anders sein als vorher und mit welchem Effekt? Was soll in den Köpfen Ihres Teams ganz klar sein, wenn sie den Raum verlassen und was wollen Sie damit erreichen? Der zweite Schritt der Übung besteht darin diese Intention kurz und verständlich in die Einführung des Meetings einzuplanen.

Zur Nachbereitung eines Meetings und dem Ziel der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Führungskräftefähigkeiten gehört der dritte Schritt: Das Anhören und Analysieren von Aufnahmen, sowie dem Umsetzen von konkreten Rückmeldungen der Teilnehmer. Hier geht es darum in Zukunft die Intention noch klarer zu gestalten, mehr Präsenz in der Stimme und in der Körperhaltung zu zeigen und dadurch das eigene Team zu mehr Pro-Aktivität und Lösungsorientierung zu bewegen und die Kunden zu begeistern.

Ein weiterer Schritt zur kontinuierlichen Weiterentwicklung besteht darin, Führungskräftevorbilder, Redner und Moderatoren genau zu beobachten und Verhaltensweisen, die Sie selber als sinnvoll erachten in Ihren Stil, in Ihre Reden einfließen zu lassen. Die Kombination aus Beobachtung und Ausprobieren unterstützt die kontinuierliche Weiterentwicklung Ihres eigener, authentischen Führungsstils.

5. Der wirkungsvolle Sound – aushalten der Blue Note – der lösungsorientierte Umgang mit Konflikten

Die Bandübung: Eine Band besteht aus unterschiedlichen Musikern. Dem Sänger und Frontmann, der das Scheinwerferlicht und den Applaus schätzt. Der Bassist, der sich eher im Hintergrund aufhält und mit dem Schlagzeuger den Rhythmus einbringt. Der Pianist und die Soloinstrumente präsentieren abwechselnd Ihr Können. Während der Proben oder Auftritte entstehen Dissonanzen, Akkorde die sich schräg anhören und die nach einer harmonischen Auflösung drängen. Auslöser der Dissonanzen im Jazz ist die Blue Note, die nicht im Einklang mit den anderen Akkordtönen steht. Damit der Jazzakkord den Raum füllen kann und wahrgenommen wird, spielen Musiker die Blue Note mit voller Präsenz. Erst dann können sich die Zuhörer und die Band auf den Akkordklang einlassen und gespannt der daraus entwickelnden Improvisation lauschen.

Die stabile Basis einer Bandentwicklung besteht darin, das jeder Musiker der Band mit seinem Können und mit seinen Ideen Songs mitentwickeln möchte und alles dazu beiträgt um gut beim Publikum anzukommen und Applaus zu ernten.

Die Teamübung: Ähnlich wie in der Band, treffen in Teams Unterschiede in der Ausbildung, der Kultur, dem Alter, Stärken, Werten, Motivationsfaktoren und gewünschter Art der Anerkennung, zusammen. Der eine ist ähnlich dem Frontsänger auf der Suche nach Applaus. Der andere benötigt die Möglichkeit einer Präsentation vor einem großen Publikum oder arbeitet lieber im Hintergrund. Es reicht ihm dem Team einen Mehrwert einzubringen.

Einigen Kollegen sind klare erreichbare Ziele wichtig und anderen reicht eine lockere, lösungsorientierte Zusammenarbeit zur Motivation vollkommen aus. Diese Unterschiede können zu Konflikten führen oder Unstimmigkeiten verstärken. In dieser Übung geht es um einen optimalen Umgang mit Unstimmigkeiten. Im ersten Schritt gilt es einen bestehenden Konflikt auszuhalten, stehen zu lassen und aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Das bedeutet zum einen die Konfliktursachen und unterschiedlichen Sichtweisen genau unter die Lupe zu nehmen, solange bis ein klares Bild entsteht und alle Fragen geklärt sind. Zum anderen aus weiter Entfernung mit einer emotionalen Distanz und einer wertfreien Sicht z. B. aus einer Bergperspektive auf die Situation zu schauen. Sobald der Konflikt klar sichtbar ist, geht es im zweiten Schritt um Ideen zur Auflösung zur Verbesserung der Zusammenarbeit.

Das feste Fundament der Teamentwicklung liegt darin, das jeder im Team sein möglichstes gibt, um zum Erfolg beizutragen und Wert darauf legt, das der eigene Beitrag gesehen und geschätzt wird.

Ich hoffe mein Artikel hat Sie inspiriert und wünsche Ihnen und Ihrem Team einen synchronen Rhythmus, einen umwerfenden Sound und eine begeisternde Atmosphäre.

Über die Autorin

Profilbild
Iris Clermont
53, Kranzberg, Deutschland
Stress, Entscheidungen, Konflikt, Bewerbung, Karriereentwicklung, Mitarbeiterführung, Motivation, Kommunikation, Zeitmanagement, Präsentation
Auf Basis von 25 Jahren Erfahrung in 20 Ländern, der Arbeit mit internationalen Teams und Organisationen sowie als Expertin für Telekommunikationskompetenz biete ich Ihnen Coaching und Consulting-Programme für Ihre Führungskräfte, Projektmanager und -teams. Um Ihren Mitarbeiter in einem… (mehr lesen)
Jahre Erfahrung
15
Pro Einheit
150 €

Die 5 Stufen des Mitarbeiterflüsterns

Pferdeflüsterer kennt man: Es sind Menschen, die ein besonderes Geschick und Feinfühligkeit besitzen, um mit Pferden zu kommunizieren und sie zu führen. Und Manager? Können Sie lernen, wie sie zum „Mitarbeiterflüsterer“ werden…? Ja, das ist möglich… mit den 5 wichtigsten Stufen des „Mitarbeiterflüsterns“.

Die Abstufungen und Wirkungen sind nicht zu unterschätzen und sind wichtige Motivatoren. Fehlen sie, wird bald eine Gegenreaktiojn folgen und zu spüren sein. Ein Grund mehr, um auf dieser Klaviatur spielen zu können.

1. Wertschätzung: Ich sehe Sie

Im ersten Schritt geht es darum, den Menschen überhaupt wahrzunehmen, ihn zum Beispiel morgens zu begrüßen.

2. Erhöhte Wertschätzung: Schön, dass Sie da sind

Auf der nächsten Stufe wird der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter signalisiert: Gut, dass Sie da sind, dass es Sie gibt.

3. Danke sagen

Die dritte Stufe ist ein schlichter Dank für die erbrachte Leistung. Es kann sein, dass allein das Wort Danke mit richtigem Tonfall und Blick schon alles sagt. Es kann ein Händedruck mit Blickkontakt sein, ein lächelndes Nicken, ein „Daumen hoch!“ oder einer Hand an der Schulter.

4. Das Lob

Auf der vierten Stufe sagt man der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter „gut gemacht“. Das ist schon höher zu bewerten als Wertschätzung. Es entspricht Lob.

5. Das höhere Lob

Auf der höchsten Stufe de Lobes sagt man der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter“sehr gut gemacht, exzellent“!

Wissen alleine reicht allerdings wie so oft nicht aus, daher will auch das „Mitarbeiterflüstern“ geübt sein. Scheut Euch bitte nicht, denn kein Meister ist je vom Himmel gefallen.  Holt Euch professionelle Unterstützung durch einen Coach und Sparringspartner, der Euch individuell in Eurem Prozess begleitet.

Quelle: „Pferdeflüstern für Manager“ von Bernd Osterhammel
Foto: „Whispering“ (CC BY-SA 2.0) by foilman

Über die Autorin

Profilbild
Rebecca Eifried
36, Berlin, Deutschland
Stress, Entscheidungen, Neuorientierung, Konflikt, Gründung, Bewerbung, Mindfulness, Karriereentwicklung, Mitarbeiterführung, Motivation, Kommunikation, Zeitmanagement, Verhandlung, Sales, Präsentation
Ich stehe für und lebe Entwicklung – sowohl auf persönlicher, personaler als auch organisationaler Ebene! Als ehemalige Personalleiterin für unterschiedlichste Branchen und nationalem wie internationalem Kontext habe ich ein breites Erfahrungswissen für diverse Personal- und… (mehr lesen)
Jahre Erfahrung
8
Pro Einheit
150 €

Die Top 10 der Körpersprache für eine erfolgreiche Präsentation

1. Beginne mit nicht mit Reden, sondern Schweigen

Eure Nervosität ist sehr verständlich. Viele Menschen neigen leider dazu, sich dann erst einmal „freizuquasseln“. Beim Gegenüber kommt das oft sehr diffus an, denn auch sie/er braucht genauso Zeit um anzukommen. Also nimm dir die Zeit und atme lieber einmal tief aus, lächle… und beginne dann…

2. Ruhiger balancierter Stand

Eingeknickte oder überkreuzte Beine wirken instabil bis abweisend. Ihr wirkt automatisch viel souveräner, wenn ihr einfach mit „beiden Beinen fest auf dem Boden“ steht. Der Volksmund weiß das schon lange…

3. Unauffällige Postierung der Hände

Hände sind neben unserem Blickkontakt oft die erste Körperregion, die eine Verbindung mit dem Gegenüber schafft. Wir geben uns die Hand zur Begrüßung, und man wird mit „offenen Armen empfangen“. Nervöses Herumgefuchtel mit den Händen, verschränkte Arme vor oder hinter dem Körper, Hände in den Hosentaschen oder aufgestemmte Hände in den Hüften sind daher ungünstig. Lasst sie einfach offen und gerade neben dem Köper hängen. Während eures Vortrags könnt ihr gerne zwischendurch eine einladende Geste mit der Handfläche nach oben und vorne einbauen. Gegen die Nervosität hilft, einen Stift oder Moderationskarte in der Hand zu halten.

4. Rundum Blickkontakt mit Zuhörern

Alle Menschen wollen wahrgenommen werden! Also bitte achtet darauf, euren Blick auch ein paar mal in alle Richtungen schweifen zu lassen. Versucht, dies ausgeglichen zu gestalten und nicht etwa eine Zuhörerseite oder sogar nur eine bestimmte Person zu fokussieren.

5. Tief durchatmen!

Immer wieder und wieder. Atmen bitte nicht vergessen. Damit ist vor allem eine tiefe Bauchatmung gemeint. Sie lässt euch ruhiger werden und eure Stimme wird weicher und tiefer. Eurer Vortrag wirkt automatisch souveräner.

6. Mit einer kleinen kontaktfördnernen Bewegung zum Sprechen ansetzen

(Lächeln! Körperlicher Ausdruck muss kongruent und dem sprachlichen vorausgeschickt sein.) Mit Kongruenz ist gemeint, dass die Bewegung mit der Sprache übereinstimmt, wie z.B. eine offene, nach vorne leicht ausgestreckte Armhaltung, Lächeln in Verbindung mit einem freudigen „Hallo, schön euch zu sehen!“ – im Gegensatz zu einem eingefroren Lächeln und verschränkten Armen hinter dem Rücken. Mit Kongruenz wirkt eure Rede echt und authentisch – ohne Kongruenz wirkt sie oft hölzern, unecht oder übertrieben.

7. Spreche in kurzen, verständlichen Sätzen

In der Kürze liegt die Würze. Also bringe die wichtigen Themen in einfacher und verständlicher Sprache zum Punkt. Schachtelsätze sind in einem Roman oder Gedicht eine Kunstfertigkeit, in der Rede allerdings verwirrend bis unverständlich und sind anstrengend für die Zuhörer. Auch besondere englische, lateinische Ausdrücke oder sonstige Fachbegriffe kommen vielleicht cool oder elitär daher, bringen letztlich es aber nichts als Verwirrung, wenn über die Hälfte deiner Zuhörer dir nicht folgen kann. Du sammelst auch viel mehr Sympathiepunkte, wenn du auch die Sprache sprichst, die dein Gegenüber versteht. Und wenn du einen Fachbegriff dennoch verwenden willst, dann erkläre ihn bitte vorher kurz für alle.

8. Baue einen Spannungsbogen auf, vom motivierenden Einstieg über einen gut gegliederten Hauptteil bis zum starken Abschluss.

Monotonie kann schlimm sein. Jeder kennt solche Situationen, ob bei Meetings, der Uni-Vorlesung des Professors oder die immer selben Ratschläge im privaten Umfeld. Also baue bewusst Spannungselemente ein, fesselt eure Zuhörer, überrascht sie und sie werden die ganze Zeit aktiv zuhören. Interagiere auch gerne mit deinem Publikum, wie z.B „Und wie danach unser Ergebnis aussah… das sage ich euch nach der Pause?“

9. Der erste Eindruck ist entscheidend

Evolutionär bedingt, schätzen wir unser Gegenüber sofort ein, ob Freund oder Feind. Also nutze diesen Moment, um gleich den richtigen Eindruck von dir zu schaffen.

10. Der letzte Eindruck bleibt

Der letzte Eindruck ist oft der, der am präsentesten in Erinnerung bleibt – am stärksten sogar, wenn er noch emotional positiv aufgeladen ist, wie z.B. „Ich bin überwältigt von so vielen tollen Ideen, die ihr entwickelt habt. Ihr seid toll! Danke!“ Auch hier, habt ihr einen „starken Abgang“!

Über die Autorin

Profilbild
Rebecca Eifried
36, Berlin, Deutschland
Stress, Entscheidungen, Neuorientierung, Konflikt, Gründung, Bewerbung, Mindfulness, Karriereentwicklung, Mitarbeiterführung, Motivation, Kommunikation, Zeitmanagement, Verhandlung, Sales, Präsentation
Ich stehe für und lebe Entwicklung – sowohl auf persönlicher, personaler als auch organisationaler Ebene! Als ehemalige Personalleiterin für unterschiedlichste Branchen und nationalem wie internationalem Kontext habe ich ein breites Erfahrungswissen für diverse Personal- und… (mehr lesen)
Jahre Erfahrung
8
Pro Einheit
150 €

Produktivität statt Prokrastination

Sich immer wieder selbst zu motivieren, Prioritäten zu setzen und produktiv zu sein, ist das A und O eines gelungenen Zeit- und Selbstmanagements. Tatsächlich gelingt es uns immer wieder, uns selbst auszutricksen. Egal, ob es sich um die Vorbereitung auf Meetings, dringende Berichte oder sonstige Deadlines handelt: Ein kurzer Besuch auf Facebook, E-Mails lesen, eine Tasse Tee richten, den Schreibtisch aufräumen, Whatsapp beantworten oder endlich mal wieder Joggen gehen – alles scheint interessanter zu sein als das eigentliche Todo. Am Ende des Tages ist zwar vieles erledigt, nur nicht das, was Sie sich vorgenommen haben.

Das beschriebene Phänomen heisst Aufschieberitis, im Fachjargon Prokrastination, und ist wohl den meisten von uns bestens bekannt. Aufgaben werden so lange hinausgezögert, bis sie einem buchstäblich unter den Nägeln brennen. Auch wenn manche auf den Adrenalin-Kick als Leistungs-Booster schwören, sprechen doch gute Gründe für ein diszipliniertes Zeitmanagement: Zum einen blockiert Stress die Denkleistung und mindert die Kreativität. Wer rechtzeitig beginnt, kann zudem Fehler korrigieren und sich bei Bedarf Unterstützung holen. Und Ihre Kollegen werden es Ihnen danken, nicht überfallsartig liefern zu müssen, sondern mit Vorlaufzeit über ihren Part informiert zu sein.

So kommen Sie in die Gänge

  • Prüfen Sie, warum Sie eine Aufgabe aufschieben: Ist sie vielleicht zu gross? Falls ja, zerlegen Sie sie in kleinere, machbare Einheiten. Steht Ihr Projekt unter dem Motto „Ganz oder gar nicht“ und wirkt dadurch abschreckend und komplex? Schrauben Sie Ihre perfektionistischen Ansprüche ein wenig herunter und gestatten Sie sich, einfach ins Tun zu kommen.
  • Fokussieren Sie um: Weg von „Ich muss“ hin zu „Was habe ich davon, wenn ich das mache?“. Loben und belohnen Sie sich zudem für Ihre Leistung. Stellen Sie positive Aspekte in den Vordergrund und erhöhen Sie so Ihre intrinsische Motivation.
  • Planen Sie: Geben Sie Ihren Todos einen festen Termin, das steigert die Verbindlichkeit. Gemäss dem Parkinson’schen Gesetz dehnt Arbeit sich in dem Masse aus, wie Zeit zu ihrer Erledigung zur Verfügung steht. Definieren Sie daher vorab genau, wieviel Zeit Sie in eine Aufgabe investieren wollen.
  • Stellen Sie Ihr Smartphone auf offline: Eine Studie zeigt, dass Manager, die täglich eine Stunde externe Reize wie E-Mails und Telefonate meiden, nicht nur die in dieser Zeit geleistete Arbeit als qualitativ hochwertiger, sondern den gesamten Arbeitstag als zufriedenstellender und effizienter erleben.

Über die Autorin

Profilbild
Maria Stepanek
43, Vaduz, Liechtenstein
Stress, Entscheidungen, Neuorientierung, Motivation, Zeitmanagement, Präsentation
„Zum Glück gibt es Lösungen.“ – Ob private oder berufliche Fragestellungen, ich begleite Sie rasch und sicher an Ihr Ziel. Ich unterstütze Sie dabei, Unsicherheiten und Blockaden zu überwinden und Fähigkeiten und Ressourcen zu aktivieren. Sie entwickeln neue Perspektiven und gelangen zu Klarheit in für Sie wichtigen Themen….(mehr lesen)
Jahre Erfahrung
5
Pro Einheit
90 €

Eine Frage des Ziels – 5 Schritte zur richtigen Zielformulierung

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, dem ist kein Wind ein günstiger.“ Diese rund 2000 Jahre alte Weisheit Senecas trifft auch heute noch voll zu. Zahlreiche Studien belegen, dass Menschen, die sich Ziele setzen, privat und beruflich erfolgreicher sind und um ein Vielfaches mehr verdienen als ihre „planlosen“ Kolleginnen und Kollegen. Doch nicht nur das: Zielstrebige Menschen leben gesünder, sie investieren stärker in ihre körperliche sowie geistige Fitness und zeigen sich in Untersuchungen glücklicher und zufriedener als Vergleichspersonen.

Ziele geben Orientierung im Leben. Sie motivieren, verleihen Kraft und Ausdauer und dem Alltag einen Sinn. Haben wir uns erstmal ein Ziel gesetzt, so entwickelt dieses einen Sog-Effekt, der uns instinktiv auf seine Erreichung hinarbeiten lässt. Diese ist umso stärker, je konkreter Sie Ihr Ziel formulieren. Und, vor allem, Sie sollten es schriftlich tun. Eine amerikanische Studie hat gezeigt: Jene Probanden, die sich nur gedanklich mit Zielen befassten, erreichten diese zu 43 Prozent. Diejenigen, die sie schriftlich festhielten und dazu konkrete Massnahmen notierten, realisierten sie zu 64 Prozent. Und die, die zusätzlich noch ihre Zwischenerfolge dokumentierten, kamen auf sage und schreibe 76 Prozent.

Wie formulieren Sie richtig?

  • Formulieren Sie positiv. Unser Unbewusstes kennt keine Negationen und eine Negativformulierung richtet den Fokus paradoxerweise genau auf das, was Sie eigentlich vermeiden wollen. Aus einem „Ich möchte mich nicht mehr ärgern“ machen Sie also ein „Ich reagiere gelassen.“
  • Schreiben Sie Ihr Ziel im Präsens, denn das Unbewusste kennt nur das Hier und Jetzt. Meiden Sie unverbindliche Ausdrücke wie „Ich möchte“ oder „Ich würde gerne“ und setzen Sie ein klares Statement: „Ab sofort halte ich mir die Wochenenden für Privates frei.“
  • Bestimmen Sie qualitative oder quantitative Messkriterien für die Zielerreichung. Mal angenommen, Sie wollten „mehr“ verdienen: Definieren Sie einen bestimmten Zeitpunkt und einen attraktiven, realistischen Betrag.
  • Zerlegen Sie grosse Vorhaben in machbare Schritte. Und denken Sie daran, ihre Zwischenerfolge, und seien sie auch noch zu klein, zu dokumentieren. Das aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn, motiviert und gibt zusätzliches Selbstvertrauen, Kraft und Energie.
  • Machen Sie sich unverzüglich an die Umsetzung. Besonders erfolgreiche Menschen befolgen die 72-Stunden-Regel: Was sie sich vornehmen, beginnen sie innerhalb von 72 Stunden. Sonst sinkt die Realisierung-Chance auf 1 Prozent. Und das wäre doch schade für Sie und für Ihr Ziel.

Über die Autorin

Profilbild
Maria Stepanek
43, Vaduz, Liechtenstein
Stress, Entscheidungen, Neuorientierung, Motivation, Zeitmanagement, Präsentation
„Zum Glück gibt es Lösungen.“ – Ob private oder berufliche Fragestellungen, ich begleite Sie rasch und sicher an Ihr Ziel. Ich unterstütze Sie dabei, Unsicherheiten und Blockaden zu überwinden und Fähigkeiten und Ressourcen zu aktivieren. Sie entwickeln neue Perspektiven und gelangen zu Klarheit in für Sie wichtigen Themen….(mehr lesen)
Jahre Erfahrung
5
Pro Einheit
90 €