Eine Frage des Ziels – 5 Schritte zur richtigen Zielformulierung

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, dem ist kein Wind ein günstiger.“ Diese rund 2000 Jahre alte Weisheit Senecas trifft auch heute noch voll zu. Zahlreiche Studien belegen, dass Menschen, die sich Ziele setzen, privat und beruflich erfolgreicher sind und um ein Vielfaches mehr verdienen als ihre „planlosen“ Kolleginnen und Kollegen. Doch nicht nur das: Zielstrebige Menschen leben gesünder, sie investieren stärker in ihre körperliche sowie geistige Fitness und zeigen sich in Untersuchungen glücklicher und zufriedener als Vergleichspersonen.

Ziele geben Orientierung im Leben. Sie motivieren, verleihen Kraft und Ausdauer und dem Alltag einen Sinn. Haben wir uns erstmal ein Ziel gesetzt, so entwickelt dieses einen Sog-Effekt, der uns instinktiv auf seine Erreichung hinarbeiten lässt. Diese ist umso stärker, je konkreter Sie Ihr Ziel formulieren. Und, vor allem, Sie sollten es schriftlich tun. Eine amerikanische Studie hat gezeigt: Jene Probanden, die sich nur gedanklich mit Zielen befassten, erreichten diese zu 43 Prozent. Diejenigen, die sie schriftlich festhielten und dazu konkrete Massnahmen notierten, realisierten sie zu 64 Prozent. Und die, die zusätzlich noch ihre Zwischenerfolge dokumentierten, kamen auf sage und schreibe 76 Prozent.

Wie formulieren Sie richtig?

  • Formulieren Sie positiv. Unser Unbewusstes kennt keine Negationen und eine Negativformulierung richtet den Fokus paradoxerweise genau auf das, was Sie eigentlich vermeiden wollen. Aus einem „Ich möchte mich nicht mehr ärgern“ machen Sie also ein „Ich reagiere gelassen.“
  • Schreiben Sie Ihr Ziel im Präsens, denn das Unbewusste kennt nur das Hier und Jetzt. Meiden Sie unverbindliche Ausdrücke wie „Ich möchte“ oder „Ich würde gerne“ und setzen Sie ein klares Statement: „Ab sofort halte ich mir die Wochenenden für Privates frei.“
  • Bestimmen Sie qualitative oder quantitative Messkriterien für die Zielerreichung. Mal angenommen, Sie wollten „mehr“ verdienen: Definieren Sie einen bestimmten Zeitpunkt und einen attraktiven, realistischen Betrag.
  • Zerlegen Sie grosse Vorhaben in machbare Schritte. Und denken Sie daran, ihre Zwischenerfolge, und seien sie auch noch zu klein, zu dokumentieren. Das aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn, motiviert und gibt zusätzliches Selbstvertrauen, Kraft und Energie.
  • Machen Sie sich unverzüglich an die Umsetzung. Besonders erfolgreiche Menschen befolgen die 72-Stunden-Regel: Was sie sich vornehmen, beginnen sie innerhalb von 72 Stunden. Sonst sinkt die Realisierung-Chance auf 1 Prozent. Und das wäre doch schade für Sie und für Ihr Ziel.

Über die Autorin

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Maria Stepanek
43, Vaduz, Liechtenstein
Stress, Entscheidungen, Neuorientierung, Motivation, Zeitmanagement, Präsentation
„Zum Glück gibt es Lösungen.“ – Ob private oder berufliche Fragestellungen, ich begleite Sie rasch und sicher an Ihr Ziel. Ich unterstütze Sie dabei, Unsicherheiten und Blockaden zu überwinden und Fähigkeiten und Ressourcen zu aktivieren. Sie entwickeln neue Perspektiven und gelangen zu Klarheit in für Sie wichtigen Themen….(mehr lesen)
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