Geld macht vieles einfacher, aber nicht unbedingt glücklicher

Auf die Frage was glücklich macht werden die meisten mit Familie, Freunde, Gesundheit und Geld antworten. Geld alleine macht nicht unbedingt glücklich, aber spielt eine große Rolle in unserem Leben. Selbst wer immaterielle Werte hochhält muss sich eingestehen, dass Gesundheit aber auch eine Frage des Wohlstandes ist.

Ein Forscherteam der London School of Economics hat herausgefunden, dass das Elend der Menschheit nicht primär auf Armut und Wohlstand zurückzuführen sind. Vielmehr stellen physische und psychische Erkrankungen eines der größten Probleme dar. Ein Fokus auf die Elimination von Angststörungen und Depressionen würde das Elend der Welt um rund 20 Prozent verringern. Dies wäre viermal so effektiv wie die Bekämpfung von Armut. In der Studie wurde auf Daten unter anderem aus den USA und Deutschland analysiert und man kommt zu dem Schluss, dass die Lebenszufriedenheit der Menschen von den Regierungen priorisiert werden sollte.

Der leitende Forscher Richard Layard:

“Das ist der Berweis, dass Beziehungen, geistige und körperliche Gesundheit am wichtigsten für unser Glück und unser Elend sind. Das Verlang nach einer neuen Rolle für den Staat – weg von der Erzeugung von Wohlstand und hin zur Schaffung von Wholbefinden.“

In den letzten 50 Jahren hat sich das durchschnittliche Einkommen verdoppelt, die allgemeine Zufriedenheit blieb nahezu gleich. Gesamtgesellschaftlich sollten auch die Kosten einer schlechten Versorgung von psychischen (und auch physischen) Krankheiten nicht unterschätzt werde: So entsteht der österreichischen Wirtschaft zum beispiel jährlich ein Schaden von rund 3,3 Milliarden Euro.