Innere Ruhe finden in 5 Schritten

Fühlen Sie sich oft ausgebrannt und gestresst? Haben Sie keine Ahnung, wie Sie die To- Do’s Ihrer Liste jemals alle abarbeiten sollen? Mit den folgenden 10 Schritten können Sie Stressfallen ausfindig machen und nachhaltig für sich sorgen. Stress muss kein Dauerbegleiter im Alltag sein. Oftmals hat auftauchender Stress sogar mehr mit uns zu tun, als wir uns eingestehen. Für eine ausgewogene Work-Life-Balance ist es umso wichtiger, dass wir mögliche Stressquellen ausfindig machen. Wir selbst haben es in der Hand, wie viel Lebensqualität wir tatsächlich leben.
Die folgenden Schritte können Sie entweder nacheinander oder ohne bestimmte Reihenfolge ausführen. Sie ergänzen sich gegenseitig, aber ein bewusst ausgeführter Schritt alleine kann schon für Entlastung sorgen.

1.) Eat the frog first

Den Frosch zuerst zu essen bedeutet: all das, was gemacht werden muss aber unangenehm oder nervig ist, sollte gleich zuerst erledigt werden.
Denn wenn wir ewig im Hinterkopf behalten, was noch alles erledigt werden muss, zieht uns das Energie und damit auch Nerven. Je mehr dieser Tasks in unserem Kopf schlummern, desto gestresster fühlen wir uns. Schon meine Oma hat früher gesagt: „was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“
Wenn Sie den Frosch also jeden Tag zuerst essen, verschieben Sie unangenehme Aufgaben direkt in den Erledigt-Ordner. Das sorgt für ein großes Erfolgserlebnis und Sie haben den Kopf wieder frei. Ein großer Stressfaktor weniger.

2.) In der Natur spazieren gehen

Wenn ich am Anfang einer Coachingsitzung meine Klienten verschwörerisch anlächle, schmunzeln sie gleich verlegen. Sie wissen, es kommt die Frage, wieviel Zeit sie seit der letzten Sitzung in der Natur verbracht haben. Ich kann es nicht oft genug sagen: die Natur ist unsere beste Aufladestation- und dazu völlig kostenfrei!
Die Ruhe, die Farben, die Luft, die Bewegung- das alles zusammen ist ein Anti-Stress- Booster par excellence. Wenn Sie von nun an dem Stress an den Kragen wollen, reichen schon 10 Minuten täglich bewusstes Spazierengehen in der Natur aus. Im Park, auf einer Wiese, auf dem Feld oder an einem Gewässer. Nehmen Sie die Farbe des Himmels und der Bäume wahr, lauschen Sie den Geräuschen um sich herum, riechen Sie die frische Luft…
Sie haben einen stressigen Alltag, keine Zeit für Selbstfürsorge? Benutzen Sie einfach mal das Rad statt des Autos, steigen Sie eine Station früher aus dem Bus aus, gehen Sie in der Mittagspause raus an die frische Luft, treffen Sie sich mit Freunden im Park- damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

3.) Dankbarkeit praktizieren

Fühlen wir uns gestresst, finden wir meistens nur noch die Schwachstellen in unserem Leben. Wir können sofort alles aufzählen, was uns stört. Das kann zu einer Dauerschleife werden, der wir uns gedanklich nur noch schwer entziehen können. Es entsteht wiederum mehr Stress, ein Teufelskreis.
Um die Gedanken wieder auf Positives umzupolen, hilft es, Dankbarkeit zu praktizieren. Ein Dankbarkeitsritual empfiehlt sich vor allem abends, da wir unter Einfluss von Stress weniger gut schlafen können.
Versuchen Sie abends vor dem Schlafengehen an all das zu denken, was Ihnen in ihrem Leben gefällt. Die Kunst ist es, sich langfristig auch an den kleinen Dingen ehrlich zu erfreuen. Angefangen bei den weichen und warmen Bettdecken bis hin zu geliebten Menschen.
Spüren Sie die Dankbarkeit für den vollen Kühlschrank in Ihnen aufkommen. Fühlen Sie, wo im Körper sich das Gefühl der Dankbarkeit breit macht. Fühlt sich Ihr Brustkorb weiter an? Breitet sich Wärme im Körper aus? Spüren Sie ein Lächeln in Ihrem Gesicht? Atmen Sie dabei immer tiefer ein und aus. Das Ritual kann verstärkt werden, indem Sie morgens gleich wieder mit Ihrer Dankbarkeitspraxis in den neuen Tag starten.

4.) Ein NEIN zu anderen ist ein JA zu sich selbst

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen zu müssen? Sie können es sich bei der Freundin nicht oder nur schwer erlauben, das Date zum Kaffeetrinken abzusagen?
Stress entsteht dort, wo wir unsere eigenen Grenzen vernachlässigen.
Wenn wir also eigentlich müde sind, Ruhe bräuchten und anderen ,zuliebe‘ überall zusagen, sind wir weder mit voller Präsenz bei unserem Gegenüber, noch werden wir dadurch ausgeruhter. Es ist ein doppelter Verlust.
Stellen Sie sich also folgende Frage:
was würde ich meiner gestressten besten Freundin raten, die offensichtlich Ruhe braucht?
Vermutlich dass es kein Thema ist, abzusagen. Sie soll sich so richtig entspannen, oder?
Und das sagen Sie nun zu sich selber. Wie fühlt es sich an? Können Sie es sich erlauben, anderen abzusagen? Auch mal nein zu sagen, um langfristig wieder für andere da sein zu können? Erst, wenn wir für uns selbst sorgen, können wir das auch für andere tun.

5.) Me-Time

Der nächste Tipp knüpft direkt an Punkt 4.) an.
Wenn wir gestresst sind vergessen wir oft, uns Zeit nur für uns selbst zu nehmen. Ein schönes Vollbad mit dem Lieblingswein und einem schönen Buch dazu, die Lieblingsmusik (eventuell mit Kopfhörern) voll aufdrehen und dazu abtanzen, leckeres Sushi bestellen und in aller Ruhe genießen… Jeder von uns hat andere Präferenzen wie er einen Abend in eigener Gesellschaft verbringen möchte. Tun Sie, was Sie gerne tun. Nehmen Sie sich bewusst viel Zeit für sich, tragen Sie sich den Termin am besten in Ihrem Kalender ein. So verpassen Sie ihr stressfreies Me-Date nicht…
Es gibt noch viele weitere Punkte, die im Zuge einer Achtsamkeitspraxis gegen Stress helfen können. Stresssymptome sind vielschichtig und oftmals braucht es eine Weile, bis wir den wahren Gründen dafür auf die Spur kommen. Eine gesunde Selbstreflexion und sich Zeit für sich nehmen ist ein guter Start in ein stressfreies Leben. Wenn Sie allerdings bemerken sollten, dass sie zunehmend gestresster sind und nicht mehr entspannen können, empfiehlt sich hier unbedingt professionelle Beratung/ ein Coaching von einem Coach für Stress- und BurnOut Prävention.

Über die Autorin

alexandra christina bauer

Alexandra Christina Bauer

München, Deutschland
Stress, Entscheidungen, Neuorientierung, Konflikt, Mindfulness, Motivation, Kommunikation, Zeitmanagement
Ich habe mich schon immer für Menschen und ihre Geschichten interessiert…Mitmenschen vertrauen sich mir schnell mit ihren Sorgen und Nöten an und mein Umfeld bezeichnet mich als gute Zuhörerin…. (mehr lesen)
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