Liebes Christkind, bring mir bitte nicht nur Stress

Weihnachten als Fest der Liebe? Oft überwiegen an den Feiertagen Einsamkeit, Streitereien und Stress, doch das muss nicht sein. Erfahre wie du mit wenig Mühe und ein bisschen Bewusstsein das nächste Weihnachtsfest ganz anders gestaltest.

Filme, Werbung und Medien suggerieren die heile Welt zu den Feiertagen, die viele dennoch einsam verbringen oder eben gestresst. Doch warum fühlen wir uns deprimiert, niedergeschlagen und streitsüchtig? Es liegt meistens an uns selbst und unseren Erwartungen. Weihnachten hat sich in den letzten Dekaden weg von einer besinnlichen Zeit und hin zu einem Stressfaktor entwickelt.

Weihnachten kann nichts dafür

Jedes Jahr ist es das Gleiche: Wir fixieren uns zu sehr auf Geschenke und Perfektion. Nach der Arbeit hetzen wir uns durch überfüllte Einkaufsstraßen, wir haben Angst etwas zu vergessen und fühlen uns so, als ob wir immer zwei Schritte zu langsam sind. Am eigentlichen Weihnachtstag bleibt nicht mehr viel übrig von der anfänglichen Vorfreude, denn wir fallen unweigerlich in eine Lethargie. Total erschöpft und ausgebrannt denken wir nur noch daran, dass wir diesen Wahnsinn zum Glück nur einmal im Jahr durchmachen müssen.

Sechs Tipps gegen Feiertagsfrust

  1. Schluss mit dem Geschenkewahnsinn
    Schenken soll eine Herzenssache sein! Viele werden beschenkt oder schenken, weil es eine Art Pflicht ist, auch unter Arbeitskollegen und Personen die nicht zum engsten Kreis gehören. Geschenke dürfen gerne selbst gebastelt und müssen auch nicht teuer sein. Wer die Personen priorisiert und damit bricht, jedem und jeder etwas zu schenken kann die gewonnene Zeit nutzen um den engsten und liebsten Personen ein wohl überlegtes Präsent zu überreichen.
  2. Schluss mit Erwartungshaltung
    Die eigene Erwartungshaltung zurückzuschrauben kann auch auf andere Personen abfärben. Ein bisschen Gelassenheit tut uns allen gut und das ein oder andere Fettnäpfchen kann auch unterhaltsam sein :-)
  3. Schluss mit Überpefektion
    Dieser dritte Punkt geht Hand in Hand mit dem vorigen. Sei an Weihnachten einfach du selbst. Wer unter dem Jahr ein Chaot ist wird sich nicht zu Weihnachten ändern. Und wer alles immer perfekt macht, sollte sich Grenzen setzen. Muss es immer ein Gang mehr, der größere Baum oder das größere Geschenk als bei den anderen sein? Eben.
  4. Schluss mit Rechthaberei
    Am Festtagstisch und unter dem Weihnachtsbaum kommt die ganze Familie zusammen, auch die Personen mit denen man sich weniger versteht, die man nicht so oft sieht oder die völlig anders ticken. Nimm dich zurück, übe dich in Toleranz und lass Onkel Peter das letzte Wort – du wirst ihn nicht mehr ändern können.
  5. Schluss mit emotionaler Erpressung
    Nicht nur Eltern sollten aufhören ihre Kinder emotional zu erpressen, auch unter Freunden und Bekannten ist dies weit verbreitet. Schluss mit bösem Blut und passiver Aggressivität. Nimm dir ein Weihnachtsfest ohne wenn-du-dies-nicht-tust-dann-Sätze vor.
  6. Schluss mit Unfreiwilligkeit
    Zu guter Letzt ein einfacher aber umso wirkungsvollerer Rat: Mach nur das was du willst und verzichte auf Unfreiwilligkeiten.