Neujahrsvorsätze: Schluss mit gut gemeint

Den Dezember und die besinnliche Zeit nutzen viele um über das vergangene Jahr nachzudenken. Was war gut und was war schlecht? Könnte mein Leben besser laufen? Schöpfe ich mein Potential aus? Über diese Fragen zu grübeln ist gut und wichtig, aber oft bleiben am Ende des Jahres nur gut gemeinte Vorsätze übrig.

„Gute Vorsätze sind Schecks, auf eine Bank ausgestellt, bei der man kein Konto hat.“
(Oscar Wilde)

Wie funktionieren Vorsätze?

Vorsätze zielen auf eine dauerhafte Änderung von Gewohnheiten ab. In unserem Gehirn gibt es für übliche Handlungsmuster sogenannte neuronale Verknüpfungen. Wer zum Beispiel jeden Morgen duscht, muss sich das nicht täglich von neuem vornehmen. Nach dem Aufstehen werden sofort die entsprechenden Verknüpfungen in unserem Hirn aktiv und wir führen die gewohnte Handlung aus.

Für Morgenmuffel mag das von Vorteil sein, da sie mit minimaler Anstrengung unter die Dusche finden. Wer mit dem Rauchen aufhören will, findet hier die erste Hürde. Über Jahre gelernte und gewohnte Handlungsmuster von heute auf morgen – also an Neujahr – zu ändern ist für viele ein Ding der Unmöglichkeit. In dem Ausspruch „der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ steckt also durchaus ein Funken Wahrheit. Unrealistische oder zu hoch gesteckte Ziele sind demotivierend und lassen unter Umständen Selbstzweifel aufkommen.

Fünf Strategien für nachhaltigere Verhaltensänderungen

  1. Information und Bewusstsein
    Informiere dich bereits vorab über mögliche Vor- und Nachteile deines Vorhabens. Auch Bewusstseinsbildung ist wichtig, sei dir über deine Beweggründe und deine Motivation bewusst. Willst du aus gesundheitlichen oder zum Beispiel auch aus finanziellen Gründen etwas ändern? Die Praxis zeigt auch, dass an die Vorsätze gekoppelte finanzielle Anreize förderlich sind.
  2. Nicht zu viel wollen
    Bescheidenheit ist eine Tugend. Müssen wirklich gleich zwanzig Kilo von den Hüften weg? Lieber kleinteiligere Ziele stecken und etappenweise nachjustieren. Das Ziel auf viermal fünf Kilo aufzuteilen ist wesentlich motivierender und einfacher.
  3. Realitätsvergleich
    Weniger mit dem Auto zu fahren ist löblich, tut dem Geldbeutel und auch der Umwelt gut. Pendlerinnen und Pendler, die abseits öffentlicher Verkehrsmittel wohnen, werden sich mit diesem Vorsatz aber schwerer tun als Menschen in der Stadt.
  4. Hindernisse voraussehen
    Bei der Änderung von Gewohnheiten wirst du über kurz oder lang unweigerlich auf Hindernisse stoßen. Versuche diese bereits im Vorhinein zu bedenken und wenn möglich auszuschließen.
  5. Sich verbünden
    Erzähle deinen Liebsten von deinem Vorhaben und höre dich im Freundeskreis nach Gleichgesinnten um. Wöchentliches Training im Fitnessstudio macht zu zweit mehr Spaß und hält die Motivation hoch.

Eine Not-To-Do-Liste als Alternative

Anstatt abzunehmen nimm dir einfach vor ein ganzes Jahr lang keine Pommes frites, sondern einen Salat zum Schnitzel zu essen. Vielleicht fällt dir dieser Ansatz leichter als aktives Handeln und natürlich lassen sich die fünf genannten Strategien auch auf eine Not-ToDo-Liste anwenden.

Ditch New Year’s Resolutions Day

Eine gute Nachricht für alle die weiterhin ihre Vorsätze nach den alten Mustern aufstellen und brechen: Statistisch gesehen werden bereist nach gut zwei Wochen viele Neujahrsvorsätze gebrochen, weshalb in den USA jährlich am 17. Jänner der Ditch New Year’s Resolutions Day gefeiert wird. Egal warum man auch mit seinen guten Absichten bricht, ob man sich am nächsten Tag wieder an sie hält bleibt jedem und jeder selbst überlassen 😉

Inspiration und Motivation für deine Neujahrsvorsätze findest du auf Instagram. Natürlich haben auch unsere Coaches ein offenes Ohr für dich und unterstützen dich bei der Umsetzung deiner Vorsätze.